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Warum Reboarder?

Heute möchte ich euch mal erzählen warum ich es wichtig finde, dass Kinder im Reboarder fahren. Nein, der Beitrag soll kein Gehetze oder sonst was gegen andere Mütter sein, es ist einfach nur meine Empfindung und Empfehlung für das Autofahren mit Kindern. Ich verurteile auch niemanden, der sich gegen Reboarder entscheidet oder es nicht besser weiß und sich deshalb für einen vorwärtsgerichteten Sitz entscheidet.

Unser Große (Monsterkind) fuhr nach Ihrer Babyschale, die sie hatte bis sie 11 Monate war, selbst lange im vorwärtsgerichteten Sitz, ich wusste es nicht besser und in dem Geschäft in dem wir waren gab es zwar Reboarder, aber uns wurde ein anderer Sitz empfohlen. Wie das so ist bei einem Beratungsgespräch geht man davon aus, dass der Berater weiß was er tut und vertraut ihm.

Naja, sie saß zumindest gut darin und fühlte sich wohl. Nach ein paar Monaten fing ich trotzdem an mich zu informieren, ja vielleicht ein wenig spät, aber mich hat es nicht losgelassen, dass es so viele Sitze in dem Laden gab und die Frau und den Empfohlen hat, den wir gekauft haben. Ich wollte einfach mehr wissen. Nun las ich also Testberichte, Erfahrungen, Bewertungen, stieß auf so viele verschiedenen Seiten über sitze. Und wer sich schon damit beschäftigt hat weiß, dass Testbericht nicht gleich Testbericht.. Ich schaute Crash Test Videos auf YouTube und recherchierte wochen- und monatelang.. Irgendwann stand der Entschluss fest, Monsterbaby wechselt definitiv nach der babyschale in einen Reboarder und Monsterkind soll auch nicht mehr vorwärts fahren. Ich wollte es nicht mehr und fand es schade, dass die Aufklärung der Eltern überbleibt und dass Reboarder so wenig verbreitet sind, obwohl sie so sicher sind.

Denn das sind sie nun wirklich, es wurde so viel getestet und untersucht, bis man heraus fand, dass Reboarder 5x sicherer sind als nach vorne gerichtete Kindersitze. Bei einem Aufprall ist das Kind besser geschützt, denn die Schwerkraft kann nicht so einwirken wie sie es bei einem vorwärtsgerichteten Sitz kann. Auf den folgenden Darstellungen ist dies sehr schön erklärt.

Auf der Seite von der die Bilder sind (www.reboard-Kindersitze.info) gibt es natürlich noch viele genaueren Infos und Aufklärung.

Aber wenn man sowas sieht und möchte, dass seine Kinder sicherer fahren, dann kommt für mich persönlich mittlerweile nix anderes als Reboarder für unsere Kinder in Frage.

Es gibt oft Fragen bzw. Gegenargumente von Freunden, Verwandten und Bekannten, wie zum Beispiel:

⁃ „Die Sitze sind so teuer“

Naja, aber vorwärtsgerichtete Sitze sind auch nicht so viel günstiger und auch nicht so sicher. Manche Händler bieten auch Ratenzahlung an oder man spart bzw. wünscht sich für das Kind Geld zu Weihnachten / Geburtstag.

⁃ „Da muss man aber ein größeres Auto kaufen, weil man als Fahrer / Beifahrer keinen Platz mehr hat“

Wenn ein Reboarder kein Platz in einem Auto hat, hat auch kein vorwärtsgerichteter Sitz Platz in einem Auto.

⁃ „Die Kinder sehen nix“

Das ist das meiste, aber auch unsinnigste Argument, meiner Meinung nach. Wie in den folgenden Bildern zu sehen.

⁃ „Die Kinder haben keinen Platz für Ihre Beine, wenn sie älter werden wird es unbequem.“

Das kann ich auch nicht bestätigen, unsere Tochter ist jetzt 3 und hat die Beine ausgestreckt die Rückenlehne hoch, über Kreuz oder lässt sie an den Seiten runter baumeln, wie es ihr in dem Moment beliebt, sie zieht ihre Schuhe selbst aus und kann auf ihrem Schoß spielen. Im folgenden auch hier mal ein Beispiel wie das aussehen kann. Quelle: BeSafe

⁃ „Die Lehne vom Rücksitz wird dreckig“

Dafür gibt es Trittschutzmatten für wenig Geld zu kaufen, wie hier von BeSafe zu sehen.

Für uns war also klar es muss eine fachlich kompetente gute Beratung her. So haben wir uns informiert und sind auf die Zwergperten und Kindersitzprofis gestoßen. Da die Zwergperten näher waren, haben wir dort einen Termin ausgemacht und wurden wundervoll beraten, sie waren herzlich, die Kinder konnten spielen und wurden super behandelt. Eine klare Empfehlung für Fachhändler der Zwergperten „Kette“. Wir haben uns dann für einen Cybex Sirona für Monsterbaby und einen Axkid Wolmax für Monsterkind entschieden und sind bis heute echt glücklich damit. Monsterkind beschwerte sich nicht über die Umstellung von vorwärts auf rückwärts und erzählt uns nun immer was sie alles so sieht, ihre kleine Schwester hat sie auch schon damit angesteckt. Sie kann selbst in den Sitz klettern, wenn sie dazu gerade Lust hat und ist stolz darauf. Monsterbaby versucht es auch, schafft es mit ihren 1,5 Jahren aber noch nicht so ganz alleine.

Kinder können übrigens je nach Sitz und Kind lange im Reboarder sitzen, teilweise bis 5/6 Jahren, je nachdem welche Begrenzungen der Sitz hat, also bis zu welcher Größe und welchem Gewicht der Sitz zugelassen ist. Das ist echt lange und so sieht man auch, dass man nicht wie manche denken „ständig“ einen neuen Sitz kaufen muss.

Wenn ich schon über Kindersitze rede, finde ich es auch wichtig zu erwähnen, dass bitte dicke Jacken immer zum Fahren ausgezogen sein sollten, dafür haben wir zum Beispiel immer Decken für die Kids im Auto. Die Gurte sollten immer ganz fest angezogen werden und das Kopfteil sollte immer an das Kind angepasst sein. Übrigens sind bei uns immer, wenn die Mädels nicht im Auto sitzen und wir unterwegs sind Kuscheltiere in ihren Sitzen angeschnallt, zum einen weil die Kuscheltiere dann auch gerne im Auto gelassen werden und zum anderen (der Sinn hinter der Aktion) dient es im Falle eines Unfalls, bei dem ich oder mein Mann nicht ansprechbar sind, als Info für die Rettungskräfte, so sehen sie es kann kein Kind im Auto gewesen sein, also müssen sie keine Zeit mit dem suchen von eventuell aus dem Auto geflogenen Kindern verbringen, sondern können weiter ihrer wichtigen Arbeit nachgehen.

Ich bin heute froh über unsere Entscheidung und werde mich bei jedem weiteren Kind wieder für einen Reboarder entscheiden und jeden der mich nach einem Sitz fragt, dem empfehle ich einen Reboarder, einfach mit meinem liebsten Argument: weil die Kinder so am sichersten fahren.

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